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herne | 16 Januar, 2010 23:59
Am 16. Januar 2010 veranstaltete der Verein “Recht auf Zukunft e. V.” ein Livekonzert im RAZ in Datteln. Vier Bands aus dem Ruhrgebiet, TRANSNIGHT, ANTHOLOGY, SANITY'S ECLIPSE & PAGAN PROPHECY, spielten ab 19.00 Uhr auf der Bühne in dem Jugendzentrum RAZ.
Vorab muss dem Tonmann ein großes Lob ausgesprochen werden, der mit jeder Band vorab einen ausgiebigen Soundcheck machte. So war der Livesound während des Konzerts für alle auf Studioniveau. Alle Instrumente waren fett und dennoch sehr akzentuiert abgemischt.
Um 19.45 Uhr eröffnete die Herner Band
den Reigen.
| Fotostrecke 1 | Fotostrecke 2 |
Ihren Musikstil zu beschreiben ist nicht ganz einfach. Die Band bedient sich sicherlich der Stilelemente des Black- und Death-Metal – insbesondere was die schnellen und harten Parts betrifft, zeigt aber auch genügend Humor, der Bands aus den genannten Stilrichtungen häufig fehlt, und streut Spaß-Songs wie “Mettberg” oder “Terrakottacremetörtchenpolka” ein.
Den Fans gefiel es offensichtlich.
Die Bandmitglieder:
| Jan (vocals, guitar) |
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| Meike (bass) |
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| Schanz (guitar) |
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| Langemann (drums) |
Es folgten
| Fotostrecke 1 | Fotostrecke 2 |
Die aus ehemaligen Mitgliedern von APART SOUL reformierte Band SANITY’S ECLIPSE zog mit ihrem tight gespielten Melodic Death Metal eine große Zuhörerschaft vor die Bühne. Besonders gut gefiel mir “War Machinery” und ein Song dessen Name ich allerdings nicht kenne, der aber einem aber mit Mörder-Midtempo-Groove mitriss.
ANTHOLOGY
Die 1996 in Recklinghausen gegründete Band sieht sich laut ihrer MySpace-Bandinfo als Schmelztigel solch verschiedener Stilrichtungen wie Progressive-, Thrash- und Nu-Metal.
Erfahrungen haben alle Musiker bereits in Bands wie Mysterious Lands, Dorian Grey or Crypt gesammelt.
TRANSNIGHT boten eine ausgewogene Mixtur aus traditionellem Metal mit leicht progressivem Touch, ohne jedoch gleich auf den Pfaden solcher Bands wie DREAM THEATER oder FATES WARNING zu wandeln. Die Band wurde 1999 von Christoph (guitar), Daniel (drums) und Sonja (keyboards) in Marl gegründet. Komplettiert wurde das Line-Up durch Markus (bass).
Im März 2008 stieß Dave dazu, der vorher schon bei der Herner Band CROSSBOW sang.
Links
http://www.myspace.com/razeventsdatteln
http://www.myspace.com/paganprophecy
http://www.myspace.com/sanityseclipsemetal
http://www.myspace.com/gerrroet
http://www.myspace.com/anthologymusik
http://www.anthology-musik.de/
http://www.myspace.com/transnightmetal
http://www.myspace.com/lordcounter
http://www.youtube.com/zwehnsworld
herne | 08 Januar, 2010 17:02
Von Oktober bis Dezember 2009 nahmen wir als Band (LORD COUNTER) an dem von der Musikschule Herne angebotenen Workshop “Professionelle Musikproduktion am PC” teil.
Am Ende der Workshop-Reihe wurde denn auch aufgenommen. Der “Song” kann unter diesem Link einmal angehört werden!
Der Produzent, Schlagzeuger, Remixer und Labelinhaber (Z-Muzic), Sebastian Meier, führte uns in gut strukturierten Unterrichtseinheiten in das komplexe Producing-Programm “Cubase” ein.
Die Musikproduktion hat sich in den letzten Jahren tiefgreifend verändert. Galt es Ende der 60er, Anfang der 70er Jahre schon als Revolution, mehr als acht Spuren nacheinander auf die Magnetpartikel der großen Spulen einer Bandmaschine zu bannen, die vorher auf raumfüllenden Mischpulten zusammengeführt wurden, so genügt heute ein handelsüblicher, leistungsfähiger PC oder ein Laptop mit der entsprechenden Software, um wesentlich bessere Ergebnisse in Eigenregie erzielen zu können. Selbst wenn man nicht selber spielen möchte, kann man auf Samples zurückgreifen, die von den Besten der Besten eingespielt worden sind. Man kann so jederzeit seine Ideen auf höchstem Niveau umsetzen, direkt festhalten und zu einem professionellen Song “downmixen”.
In mehreren Sessions, die an Freitagabenden in einem Kellerraum der Musikschule Herne abgehalten wurden, lernten wir den Unterschied zwischen Audio und MIDI, wie man VST-Instrumente und deren Eigenschaften/Filtern einsetzt.
Im weiteren Verlauf wurde uns gezeigt, wie man Recordings, Arrangements anlegt sowie Tipps und Tricks für die Benutzerumgebung. Später wurde uns der Umgang mit MIDI-Spuren (Editing, Sampling, Recording und Audio-Tools) dargelegt.
In den letzten Sessions wurden uns Grundlagen für das interne Mixing (Groups, Komprimierung etc.) sowie Sounddesign und Soundästhetik vermittelt.
In unserer letzten Stunde wurde uns erläutert und gezeigt, wie man ein Schlagzeug abnimmt.
Für jedes Schlagzeugelement gibt es verschiedene Mikros, die auf die unterschiedlichen Klangeigenschaften abgestimmt sind.
Unser Drummer nahm hinter dem Kit Platz und ich stöpselte meinen Bass direkt in das Soundinterface ein. Wir spielten einige Takte lang einen Groove ein. Diese aufgenommenen Spuren galt es nun zu bearbeiten. Das Editieren und Hinzufügen von Effekten wie Kompressoren, Hall, Keyboard- und Percussion-Spuren nahm fast zwei Stunden Zeit in Anspruch (bei einer Minute Aufnahmematerial), aber es lohnte sich! Am Ende klang das Aufgenommene wie eine professionell abgemischte Studioproduktion (siehe Link oben).
Mein Fazit: Jeder, der in einer Band spielt, sollte solch einen Kurs einmal besucht haben – es lohnt sich auf jeden Fall und die Musikschule Herne bietet den Workshop weiterhin an. Unten habe ich einmal weitere Links zur Information und ggf. Anmeldung bereitgestellt.
Info-Flyer: http://www.tengu-music.de/UPLOAD/cubase_workshop_zmusic.jpg
Anmeldeformular: http://www.tengu-music.de/UPLOAD/anmeldeformular_cubase.pdf
WAZ-Artikel: http://www.derwesten.de/staedte/herne/Selber-mukken-id1353374.html
Homepage Musikschule Herne: http://www.herne.de/kommunen/herne/ttw.nsf/id/DE_Musikschule
Tengu-Basement: http://www.tengu-music.de/
Label Z-Muzic: http://www.z-muzic.de/
LORD COUNTER-Website: http://www.lord-counter.kulturserver.de/
LORD COUNTER-MySpace: http://www.myspace.com/lordcounter
LORD COUNTER-YouTube: http://www.youtube.com/user/Zwehnsworld
(weiter)herne | 29 August, 2009 22:31
"In Herne lässt sich's leben!" so lautet der Marketingslogan für die Ruhrgebietsstadt. Ja, und nicht nur das - hier lässt es sich auch feiern. So fand im Zeitraum vom 28. bis zum 30. August 2009 das alljährliche Boulevardfest in der Herner City statt.
In diesem Blogartikel zeige ich nur eine kleine Auswahl meiner Fotos, um den Text ein wenig auszuschmücken. Wer mag kann sich gerne meine Fotostrecke anschauen.
Gegen 23.15 Uhr fand ich mich auf dem Rathausvorplatz ein, um mir das musiksynchrone Höhenfeuerwerk anzuschauen. Die Künstler INSEKTOPIA begeisterten mit ihrer Stelzen-, Trommel- und Pyroshow das Publikum.
Um 23.30 Uhr begann das furiose, musiksynchrone Höhenfeuerwerk.
Kaum war der letzte Knall verhallt, setzten sich die Massen in Bewegung und verließen den Rathausplatz, um entweder den Heimweg anzutreten oder um noch einen Absacker auf dem Boulevard zu sich zu nehmen. Für manche allerdings auch eine nette Gelegenheit, um noch für ein stimmungsvolles Foto für's Familienalbum zu posieren.
Einer der vielen Stände vor dem City Center.
In der U-Bahn-Station "Archäologiemuseum | An der Kreuzkirche" fand in den Tiefen die alljährliche House-Party, mittlerweile in der fünften Ausgabe des sogenannten "Light-Level", statt.
Das Archäologie-Museum im stimmungsvollen Licht.
So auch die Kreuzkirche.
Weitere Links zu meinen Blogartikeln zum Thema Boulevardfest: http://zwehnsworld.wordpress.com/2009/01/20/boulevardfest-herne-2006/ http://zwehnsworld.wordpress.com/2009/06/04/boulevard-wandelbar-in-herne-2003/
herne | 24 August, 2009 18:45
Da fĂ€hrt man jahrelang kreuz und quer durch das Ruhrgebiet, um den Zustand von im Abruch befindlichen Industrieanlagen zu dokumentieren und der Nachwelt damit noch einen Eindruck geben zu können wie das Leben und Arbeiten an diesen StĂ€tten ablief und es findet sich quasi direkt vor der HaustĂŒr noch ein Kleinod, das mir bisher noch nicht bekannt war.
Auf das Bahnbetriebswerk Herne bin ich durch den Blogartikel von Marcel Henschel aufmerksam geworden, http://www.mhenschel.de/2009/bwherne.htm, der einige fantasievoll inszenierte Fotos von der Anlage gemacht hat.
Am Sonntag Nachmittag traf ich mich mit einem ebenso fotobegeisterten Kollegen, um unsere Dokumentationsreihe zu starten. Eine komplette Fotogalerie findet sich hier.

herne | 18 August, 2009 22:32
Auch in diesem Jahr war der Besuch auf dem Karaoke-Stand auf der Hauptstraße wieder einmal Pflicht. Und so kam man in den Genuss des “glockenglaren” Gesangs des Karaoke-Stars, Carmen, die bereits auch schon einige CDs veröffentlicht hat.
herne | 15 August, 2009 22:54
herne | 15 August, 2009 22:54
herne | 12 August, 2009 21:40
herne | 26 Juli, 2009 18:46
Am Freitag, den 24.07.2009 war es soweit: Nach 1 1/2 Jahren Probezeit traute sich die seit den Mitte der 90er Jahren aktive Herner Band, ihre Musik öffentlich zu machen. Und so luden die Jungs einige Freunde zu einer öffentlichen Probe, unter dem Motto “LORD COUNTER – A Concert For Friends”, ein.
In den beengten Proberaumräumlichkeiten wurden noch schnell einige Klappstühle aufgebaut, Getränkekisten arrangiert, die Instrumente gestimmt, eingestöpselt und losgerockt.
Nassgeschwitzt war man sich nach fast dreistündiger Spielzeit einig: “Konzerte können ruhig kommen! Unsere Feuertaufe haben wir heute definitiv bestanden!”
herne | 26 Juli, 2009 00:18
Am Samstag, den 25. Juli 2009 besuchte ich das IT-Event “Herne – Rockt - Live” auf dem Gelände des Autohauses Witzel in Herne. Als ich gegen 21 Uhr dort ankam spielten bereits die Herner Musik-Urgesteine “Metamorphosis” einen Mix aus eigenen Stücken und überarbeiteten Coverversionen bekannter Rocktitel.
Metamorphosis
Coversaki habe ich schon häufig live gesehen – meist am Rosenmontag in den Flottmann-Hallen in Herne, wo sie in schöner Regelmäßigkeit auftreten. Die Band um Blickfang, Daniela Deußen, präsentiert – wie sollte man es auch angesichts des Namens anders vermuten – ausschließlich Coverversionen der bekanntesten Rock- und Popstücke. Dabei reicht die Bandbreite von Huey Lewis and The News (“Power Of Love”), Robbie Williams (u. a. “Angel”), Melissa Etheridge (“Like The Way I Do”) bis hin zu Peter Fox (“Alles neu”). Handwerklich ist das alles perfekt gespielt und die Partystimmung überträgt sich von der Bühne schnell auf das Publikum, das sich plötzlich in Massen vor der Bühne eingefunden hatte.
Coversaki
Um kurz vor 0 Uhr endete das Konzert, nicht ohne die obligatorische, gegenseitige Vorstellung der Bandmitglieder.
herne | 03 Juli, 2009 20:00
Am Nachmittag – gegen 15 Uhr – ging schon einmal ein Unwetter über Herne nieder. Es blitzte und donnerte fast zeitgleich.
Was aber um 19 Uhr geschah, gab es in der Form seit Jahrzehnten nicht mehr. Unheilvoll verfärbte sich der Himmel im Abstand von wenigen Minuten.
Farbgebungen durchzeichneten die Wolken, in ungekannter Art und Weise.
Manche Wolkenformationen sahen aus wie Trickeffekte aus Filmen wie “Der Herr der Ringe” oder “Harry Potter”. Unheilvolle Wände, die sich wie Riesenfäuste nach Häusern streckten und sie zu zertrümmern drohten.
Blick von den Dächern in Herne-Süd in Richtung Straße des Bohrhammers.
Dann brach die Hölle los und binnen Minuten hieß es: “Land unter!”.
In meinem Fall muss man wohl sagen “Keller unter!” Was sonst in einem Monat an Niederschlag festzustellen ist - rund 70 Liter – prasselten am heutigen Tage pro Stunde auf Herne nieder.
Bei der Feuerwehr gingen die Notrufe zuhauf ein. Verletzte gab es aber nicht zu beklagen. Es blieb – Gott sei Dank – bei Blechschäden und sonstigen Sachbeschädigungen.
| Ein herzlicher Dank geht an die Discount-Ketten ALDI, LIDL und REWE, deren reißfeste Tüten hervorragende Sandsäcke sein können! | |
Man sagt ja oft: “Jeder hat eine Leiche im Keller.” Nun, ich muss sagen: Es roch auch so! Ich weiß nicht, ob da jemand seit ein paar Jahren ein paar gut abgehangene Fische gehortet hatte – der Verdacht lag allerdings nahe!
Nach über zwei Stunden des Sandsackschichtens und Eimerscheppens zog sich das Wasser langsam zurück.
Nachdem der Keller einigermaßen trocken gelegt war, fuhr ich mit dem Fahrrad los. Das Unwetter hatte überall seine Spuren hinterlassen. Vor vielen Häusern standen Gerätewagen der Feuerwehr. Die Beamten arbeiteten bis an ihre Leistungsgrenzen, pumpten in der Nachbarschaft Keller leer oder schnitten beängstigend tief hängende Äste von den Bäumen, bevor diese weitere Schäden anrichten konnten.
Die Allee an der Flottmannstraße nach dem verheerenden Unwetter:
In manchen Gärten kapitulierte der ein oder andere stolze Baum – wie hier dieser Pflaumenbaum, der bisher in seinen dreißig oder vierzig Jahren seiner Lebenszeit den widrigsten Wetterkapriolen gestrotzt hatte.
herne | 06 Juni, 2009 16:43
Zwischen Forellstraße, Dornstraße und Eschstraße liegen die ehemaligen Fertigungshallen der Schraubenfabrik Knipping-Dorn. Die Firma Dorn siedelte sich 1900 in Herne an und fertigte bis 1997 Schrauben für den Bergbau und seine Zulieferindustrie.
Solche Brachgebiete werden vom Fachbereich Planung und Bauordnung der Stadt Herne als “Wunden im Stadtgefüge” bezeichnet. Eine Wunde, die bald Heilung erfahren soll, denn die Kommune hat ein städtebauliches Entwicklungskonzept erarbeitet, das zeigt, wie es in Zukunft auf den Geländen der Unternehmen Schrauben-Dorn und Pumpen-Müller aussehen soll.
So sollen auf dem Areal Einrichtungen „stadtnaher Dienstleistungen”, „wohnverträgliches Gewerbe” und 280 Wohneinheiten, Ein- und Mehrfamilienhäuser angesiedelt werden.
Quelle: WAZ Herne (Online), “‘Wunde’ im Norden soll geheilt werden”, 16.05.2008, http://www.derwesten.de/nachrichten/staedte/herne/2008/5/16/news-46868734/detail.htmlFür mich hieß es nun zu handeln, wollte ich noch ein Stück Stadtgeschichte – auch wenn es optisch schönere Motive gibt – im Bild festhalten. Und so stelle ich hier einmal die Fotos, die die Hallen mit ihrem rauen Charme zeigen, einmal aus.
Im Laufe des Jahres 2008 hatte Saturn-Hansa, der Elektronikhandelskonzern unter dem Dach der Metro-Gruppe, Interesse an einer Ansiedlung auf dem Gelände bekundet. Die Stadt hatte dem Unternehmen zwischenzeitlich auch das seit Anfang 2009 leerstehende Karstadt/Hertie Kaufhaus für die Ansiedlung in Herne angeboten. Das Unternehmen hatte aber abgewunken und erklärt, an der geplanten Ansiedlung auf dem ehemaligen Knipping-Dorn-Gelände in Herne-Baukau festhalten und dort so schnell wie möglich bauen zu wollen.
Quelle: WAZ Herne (Online), “Wir glauben an die Innenstadt”, 30.01.2009, http://www.derwesten.de/nachrichten/staedte/herne/2009/1/30/news-108754317/detail.html
Das ein oder andere Eckchen wird in den Hallen aber aktuell immer noch als Treffpunkt genutzt. Zumindest hat man sich hier etwas wohnlich eingerichtet.
Wo man hinblickte: Nur Schutt und Abfall. Kaum vorstellbar, dass man in Kürze vielleicht an dieser Stelle gerade eine DVD o. ä. kaufen wird!
Für die Mitarbeiter der Firma Dorn stand ein unternehmenseigenes Schwimmbad zur Verfügung. Heute bietet es sich nicht mehr unbedingt an, seine Bahnen darin zu ziehen. Es sei denn, man möchte danach noch einige Einkäufe erledigen.
Quellen:
Chronik der Stadt Herne, http://www2.herne.de/Spielezentrum/Infos/Herne/Herne-Chronik/geschichte1.html
<a href="http://blogs.icerocket.com/tag/dorn-hallen-herne" rel="tag">dorn-hallen-herne</a>
herne | 04 Juni, 2009 18:43
Mit dem Wortspiel „Boulevard wandelbar“ hatte sich Herne für 2003 bereits zum vierten Mal für die City-Offensive „Ab in die Mitte“ beworben. Am 4. Dezember fiel die Entscheidung, dass Herne nach drei erfolgreichen Bewerbungen auch zum vierten Mal mit einem hohen Fördermittelanteil rechnen konnte. Eine unabhängige Jury entschied über die Kommunen, die eine „Ab in die Mitte!“ Förderung für das nächste Jahr erhalten. 60 Prozent der Kosten übernehmen dabei die landesweiten Träger der Initiative. 40 Prozent wird von den Städten zusammen mit ihren lokalen Sponsoren eingebracht.
Zum Wettbewerb in NRW aufgerufen hatten das Ministerium für Städtebau und Wohnen, Kultur und Sport NRW, die Karstadt Warenhaus AG, die Kaufhof Warenhaus AG, die Bild-Zeitung, der Städtetag NRW sowie die Handelsverbände BAG und LAG und EHV.
Und so verzauberte der Herner "Boulevard Wandelbar" die zahlreichen Besucher vom 28. August bis zum 6. September 2003 mit Musik und nächtlichem Picknick.
Zehn Tage Open-Air-Festivitäten in der Herner City - das ist der "Boulevard Wandelbar", der zehn Tage lang das Freizeitgeschehen bestimmte.
Das absolute Highlight war auch in diesem Jahr die mit 900 Metern nach Auskunft der Veranstalter längste Tafel Deutschlands.
Familien, Freunde oder Zufallsgruppen trafen sich am 29. August in der Fußgängerzone und genossen selbst gemachte oder schnell gekaufte Leckereien beim gemeinsamen "Nightlight-Dinner".
Der "Boulevard Wandelbar" schloss an die Innenstadtoffensive "Ab in die Mitte" mit Lichtgestalten und Boulevard Elementar an. Zu den weiteren Programm-Höhepunkten gehörten die erste lange Museumsnacht im Westfälischen Museum für Archäologie am 5. September und dreimal Open-Air-Kino unter Sternen. Zum Abschluss gab es am 6. September ein Höhenfeuerwerk. Live-Musik der verschiedensten Stilrichtungen war an allen Tagen zu hören.
Ich war am 30. August 2003 auf dem Rathausplatz und schaute mir eine Künstlergruppe an, die auf Trapezen balancierend in luftiger Höhe akrobatische Kunststücke darboten. Leider fällt mir nach knapp sechs Jahren, die nun vergangen sind, der Name der Gruppe nicht mehr ein. Eine Recherche im Internet hat leider auch zu keinem Ergebnis geführt. Es handelte sich dabei um die französische Gruppe Compagnie Transe Express, die inspiriert durch Calders Mobiles von Gilles Rhode 1990 gegründet wurde. Ihre Spezialität sind gigantisch große menschliche Mobiles zu unterschiedlichen Themen.
„Transe express“ - Mobile Homme – Das hochkarätige Straßentheater aus Frankreich nutzte mit einem menschlichen Mobile den Grenzbereich zwischen Himmel und Erde für eine Verbindung aus Live-Musik und Performance.
Das menschliche Mobile, wurde mit großem Erfolg in allen großen Straßentheaterfestivals und zahlreichen Großveranstaltungen gezeigt: zur Eröffnung der Olympischen Winterspiele in Albertville / F, Einweihung des Eurotunnels, 1000 Jahrfeier der Stadt Danzig / PL, Eröffnung der Kulturstadt Stockholm / S, Edinburgh / GB, Barcelona / E, Nimes / F, Stockton / GB, Paris / F....
Durch ihre großangelegten Bilder können die Produktionen von großen Zuschauermengen gesehen werden und sind daher für Großereignisse als originelle Alternative zu einem klassischen Feuerwerk besonders geeignet.
Die damalige Digitalkameratechnik steckte noch in den Kinderschuhen. Ich hatte selber noch keine und fotografierte mit einer geliehenen Kamera. Die Bildqualität -das gebe ich gerne zu – ist, um es gelinde auszudrücken, suboptimal.
Drei Jahre später besuchte ich das Boulevardfest 2006 und berichtete darüber in diesem Blogartikel: http://zwehnsworld.wordpress.com/2009/01/20/boulevardfest-herne-2006/
Quellen:
Halbzeitbericht der SPD-Landtagsabgeordneten, Gabriele Gorcitza und Frank Sichau, http://www.google.de/url?sa=t&source=web&ct=res&cd=14&url=http%3A%2F%2Fwww.frank-sichau.de%2Fhalbzeit.doc&ei=TR4oSsy6BsSOsAbZ_OzZBQ&usg=AFQjCNEyM-Q8ChHj3e-pLDjCJesOu47E9Q&sig2=sO8h-5LFqHX9OsQ09GwSmg, www.frank-sichau.de/halbzeit.doc
Stadtmagazin “inherne”, Ausgabe Nr. 5, Juli 2003, Seite 19 http://www.herne.de/kommunen/herne/ttw.nsf/files/_InHerne/$file/inherne_5.pdf
herne | 01 Juni, 2009 22:13
Im August und Oktober 2005 zog ich mit meiner neuen Digitalkamera los, um einige Fotos von den brachliegenden Wanit-Hallen in Herne-Wanne, nahe der Siedlung Unser-Fritz, zu machen.
Ein Glücksfall wie sich erwies, denn schon einen Monat später war kaum noch eine der auf dem 17 ha großen Gelände zwischen Schlossstraße und Alleestraße angesiedelten, ehemaligen Produktionsstätten für Asbestzementerzeugnisse vorhanden.
Auf der ehemaligen Fläche des ehemaligen Asbestzementwerks soll ein Logistikpark entstehen, der Platz für Logistikunternehmen, welche die "letzte Meile" zum Verbraucher bedienen sollen, bieten wird. Bewirtschaftet werden soll dieser "Last Mile Logistik Park" von den Städten Herne, Gelsenkirchen und Herten, die diesem zwischen den Autobahnen A42, A43 und A2 verkehrsgünstig gelegenen Standort eine große, regionale Bedeutung beimessen.
750 neue Arbeitsplätze in der Logistikbranche sollen ab 2013 im „Logistikpark Schloss Grimberg“ entstehen.
Hier einige meiner Fotos:
Außenansicht
Innenansicht
Am 29. Mai 2009 unternahm ich eine kleine Fahrradtour nach Wanne-Eickel und machte noch einmal einen kleinen Abstecher zum Wanit-Gelände. Zum Glück hatte ich eine Kamera dabei und kann nun einmal zeigen wie sehr sich die Szenerie geändert hat.
herne | 01 Juni, 2009 18:30
An diesem wunderschönen, sonnigen Frühlingstag, bei angenehmen 27 Grad führte mich mein Weg um 14.30 Uhr mit dem Fahrrad zur Zeche Zollverein.
Ich habe mich einmal bei
registriert und versucht, die rund 43 Kilometer lange Strecke nachzuzeichnen. Ist sicherlich für den ein oder anderen interessant, der nach dem Lesen dieses Artikels, die Strecke einmal nachfahren will. Wer bereits registriert ist kann sich die Strecke hier anschauen:
Hier ein Kartenausschnitt:
Bereits am 29. Januar 2006 war ich schon einmal mit dem Auto dort gewesen und hatte meine Eindrücke hier geschildert: http://zwehnsworld.wordpress.com/2009/05/30/zeche-zollverein/
Mit dem Fahrrad war ich erst einmal dort gewesen und zwar am 29. Mai 2004. Auch darüber hatte ich berichtet (http://zwehnsworld.wordpress.com/2008/10/21/radtour-zur-zechekokerei-zollverein-essen-29082004/).
Gestartet bin ich in Herne und fuhr quer durch das Stadtgebiet bis zur Recklinghäuser Straße in Wanne-Eickel, um dort auf den Kanalweg einzubiegen, an dem sich die Sonnenhungrigen bereits aalten und sich mit einem Sprung ins kalte Nass wieder abkühlten. Hunderte anderer Radfahrer waren unterwegs, die ebenfalls die gleiche Idee hatten wie ich.
Nach wenigen Kilometern war die Stadtgrenze nach Gelsenkirchen überquert. An einer Schleuse pausierte ich kurz, um den Schleusenvorgang für ein riesiges Binnenschiff zu beobachten. Es war so breit, dass es gerade eben in die Schleuseneinfahrt hineinpasste.
| Viele andere Radfahrer standen ebenfalls interessiert an der Schleuse. | |
| Die Schleusentore öffneten sich, | |
| das Schiff fuhr auf der anderen Seite heraus | und nahm Kurs auf den Stadthafen Gelsenkirchen. |
Hier habe ich einmal ein Foto von meinem Spiegelbild auf den Fensterscheiben des Schleusentowers gemacht
Nach diesem kurzen Intermezzo ging es weiter am Kanal entlang. Vorbei am Amphitheater, wo einige Tage zuvor das Rock Hard-Metalfestival stattfand.
Ich bog in den Nordsternpark ein und durchquerte das schöne Parkgelände. Nach rund einem Kilometer fand ich das Hinweisschild, das den Weg zur Zeche/Kokerei Zollverein wies.
Quer durch Essen-Katernberg erreichte ich schon bald das weitläufige Zechengelände.
Dort machte ich zunächst einige Fotos.
Wir ketteten unsere Fahrräder an einen Zaun und stärkten uns erst einmal mit einer Tasse Kaffee (1,90 Euro) und einem Stück warmen Apfelstrudel (4,90 Euro!) im Kokerei Café / Restaurant Zollverein (Link 1/ Link 2).
Wir entschieden uns, auch wenn es mittlerweile knapp halb sechs war, noch eine Fahrt mit dem Sonnenrad zu unternehmen. Für 1 Euro pro Person befördert es einen in die Tiefen der Koksöfen und wieder hinauf in luftige Höhen, von wo aus man eine faszinierende Aussicht über das Weltkulturerbe und das Ruhrgebiet hat. Es wurde 1999 im Rahmen der Ausstellung "Sonne Mond und Sterne" aufgebaut.
Während der zwei Runden, die wir fuhren machte ich folgende Fotos:
| Im Koksofen… | |
| … und wieder heraus. | |
Jetzt war es aber Zeit den Rückweg anzutreten und Abschied von Zollverein zu nehmen.
Sehr angenehm war, dass die gesamte Tour ohne Zurhilfenahme einer Fahrradkarte gut durchzuführen war. An jeder kleinen Weggabelung gab es ausführliche Hinweisschilder, die uns unseren Rückweg nach Bochum – über die Erzbahntrasse vorbei an der Zeche Hannover, durch Wanne-Eickel zurück nach Herne wiesen.
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